Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!

 

Monatsspruch Februar Lukas 10,5

 

Jesus sendet seine Jünger in Zweierteams aus, damit sie den Menschen, auf die sie treffen, sagen: „Das Reich Gottes ist euch nahe.“ Dabei gibt er ihnen Anweisungen: Sie sollen „wie Schafe mitten unter die Wölfe“ gehen. Ohne Schuhe, Gepäck und gar Geld sollen sie sich auf Gott verlassen. Und sie werden auf die Gastfreundschaft der Menschen angewiesen sein, die sie antreffen. Manche werden ihnen nicht zuhören, andere werden ihnen ihre Türen öffnen. Wenn sie ein Haus betreten, sollen sie den freundlichen Friedensgruß sprechen: „Schalom – Friede sei mit dir!“

 

Liebe Gemeinde!

 

Auch uns sendet Jesus aus – jeden Tag aufs Neue. Weil er uns sendet, kommt er darum mit uns an Orte und zu Menschen, in denen er Wohnung nehmen möchte. Es geht darum, dass wir als Jüngerinnen und Jünger die Sendung annehmen und uns auf den Weg machen, wirklich hingehen und Menschen den Frieden Gottes wünschen. Dabei haben wir es natürlich nicht in der Hand, welche Reaktionen unser Friedensgruß hervorrufen wird. Sicher kann man dabei schlechte Erfahrungen machen. Doch den Frieden Gottes für sich zu behalten und den Friedefürsten zu verschweigen, das ist sicher nicht die Lösung.

 

Der Unfriede hat in dieser Welt zugenommen. Fremde haben es oft schwer, friedliche und gastfreundliche Aufnahme zu finden. Das ist nicht zu übersehen. Das Klima in der Welt und um uns herum ist rauer geworden. Gerade deshalb ist es mehr als einen Versuch wert, friedlich auf böse Worte zu reagieren und jene zu segnen, die uns verfluchen. Wenn es dann nicht besser wird, sollten wir uns nicht entmutigen lassen. Denn es gibt sie trotzdem: gastfreundliche Menschen, denen wir den Frieden Gottes wünschen, die uns den Frieden Gottes zusprechen, Frieden, der höher als alle unsere Vernunft ist. Lasst uns einander von Jesus und seinem, Gottes friedvollen Reich erzählen.

 

In diesem Sinne: „Schalom – Friede sei mit Euch!“

 

 

 

Swetlana Bossauer

 

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Jahreslosung 2017


Gott spricht:  Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

 (Hesekiel 36,26)

 

 

Liebe Gemeinde!

 

Hesekiel gehört zu den ersten, die um 600 v. Chr. von Israel nach Babylon weggeführt wurden. Dort wird er durch Gott zum Propheten berufen und hat klare Ansagen zu machen. Er verkündigt mit immer wieder neuen Bildern die ihm von Gott aufgetragene Botschaft. Keine leichte Aufgabe! Erst recht nicht, wenn er sie an Leute „mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen“ richten soll (Hes. 2,4). Denn Grundlegendes muss sich ändern und ist sogar lebensnotwendig. Das Volk Israel will diese Worte nicht hören und lehnt sich gegen den Propheten auf.

 

Da hinein macht Gott sein Angebot:

 

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Von sich aus wird Gottes Volk es nicht schaffen, wieder Gottes Volk zu werden, sich auf ihn als seinen Gott wieder zu besinnen. Es geht um eine tiefe Beziehung, um ein Leben, das sich ganz auf sein Gegenüber einlässt und sich nach ihm ausrichtet. Gott schenkt seinem Volk das, was es für eine lebendige Beziehung braucht: ein neues Herz und einen neuen Geist.

 

Ja, liebe Gemeinde! Was können wir damit im neuen Jahr anfangen? Durch die Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes wissen wir: Wir sind Gottes Kinder und dürfen mit ihm rechnen. Aber er rechnet auch mit uns als Einzelne und als Gemeinde. Es ist schön, dass ich mit Gott meinen Lebensweg gehen darf. Noch schöner ist es, dass ich es in der Gemeinschaft der Gleichgesinnten tue: ganz gleich, ob im Gottesdienst oder im Bibelgesprächskreis, ob im Konfirmandenunterricht oder im Kinder-Kirchen-Klub ... Denn durch den Geist Jesu sind wir ja unsichtbar mit ihm und miteinander verbunden. Deshalb wünsche ich uns für das neue Jahr, dass wir diese Verbundenheit an manchen Tagen sichtbar werden lassen. Denn nur so – in der Gemeinschaft – können wir dem Angebot, das Gott uns macht, entsprechen:

 

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

 

Mit Segenswünschen,


Ihre Swetlana Bossauer