Diakonie

Diakonie heißt, einander dienen mit den Gaben, die jeder hat. Schon in der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem gab es notleidende Menschen. Es waren damals vor allem Witwen, die nach dem Tod ihres Mannes mittellos und rechtlos dastanden. Es war klar: diese Frauen dürfen nicht im Stich gelassen werden. Wer genug hatte, brachte davon zu den Gottesdiensten und Versammlungen etwas mit. Dort wurde es verteilt an die, die es nötig hatten. Sehr bald gab es das Problem, dass sich die griechisch sprechenden Frauen von den Einheimischen benachteiligt vorkamen. Damit es gerecht bei der Verteilung zuging, wurden sechs Männer zu Diakonen gewählt. So wird es uns schon in der Apostelgeschichte 6,1-10 erzählt.
Wir haben keinen Diakon mehr in unserer Gemeinde, aber immer noch etliche Menschen, die von der Not der anderen wissen, auch dort wo sie nicht auf den ersten Blick zu sehen ist.
So haben wir seit etlicher Zeit einen Korb mit haltbaren Lebensmitteln, der im Foyer steht. Er darf selbständig gefüllt und geleert werden. Es muss niemandem erklärt werden, warum er gerade in Not ist.
Dazu hat sich inzwischen ein Bücherregal gesellt, für die dasselbe Prinzip herrscht. Es darf hineingelegt und mitgenommen werden, ohne zu fragen. Wir staunen, welch ein Bedürfnis zu lesen doch immer noch unter uns herrscht.

 

Der Korb mit Lebensmitteln und die Bücher zum mitnehmen

 

Jeden Tag werden uns Kleidungs- und auch Hausratsspenden ins Gemeindezentrum gebracht. Dafür herzlichen Dank! Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von unserem Spendenkeller sortieren die Sachen und geben sie weiter. Hier geht es nicht nur um die Frage der aktuellen Not eines Menschen, sondern auch darum, dass wir gegen das Wegwerfen sind. Bei jedem Teil wird überlegt, ob es da nicht jemanden gibt, der dies gebrauchen und sich darüber freuen würde. Denn so viele Menschen in Bekleidungs-Not, wie uns Sachen gebracht werden, haben wir zum Glück noch nicht.