Mitglied werden

 

Mitglied in einer evangelischen Kirchengemeinde
wie der unsrigen
wird man durch die Taufe.

 

Unser Taufbecken

 

Jesus selbst wurde durch Johannes den Täufer getauft. Daran hat Peter Hinz erinnert, als er unser Taufbecken gestaltete, das mitten im Kirchsaal steht. Durch die Taufe werden wir in die Mitte der Gemeinde aufgenommen, in Gottes Volk. Darum steht unser Taufbecken mitten im Kirchsaal.

 

Die Taufe Erwachsener

setzt voraus, dass ich mich bewußt dafür entschieden habe und mich über grundlegende Fakten habe unterrichten lassen. Das setzt für mich die Teilnahme an einem Erwachenenunterricht voraus.

Pastorin Dr. Dang und Gemeindepädagogin Bossauer bieten entsprechenden Unterricht nach individueller Absprache an.

Sie informieren:
  1. über den Inhalt der Bibel, als unsere heilige Schrift, die die Grundlage unseres Glaubens ist. Welche Bücher enthält sie? Welche Literaturgattungen finden wir in ihr? Wie alt sind sie? Wie sind sie zu lesen und zu verstehen?

  2. über  die wichtigsten Ereignisse in der jüdischen Geschichte während der Zeit der Entstehung der heiligen Schriften.

  3. über das, was wir über Jesus von Nazareth wissen und warum wir ihm vertrauen.

  4. über Fragen und Themen, die den Teilnehmer interessieren, z.B.: Was heißt ewiges Leben? Was bedeutet Auferstehung? Gibt es Wunder? Warum läßt Gott das Böse zu? Wie kann ich beten? Was erwartet Gott von uns?

  5. über den Ablauf und Sinn unserer Gottesdienste, die Bedeutung der Taufe und des Heiligen Abendmahles. Wir reden über das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser, über die Frage der Kirchensteuern und den organisatorischen Aufbau unserer Gemeinde und Kirche.

Die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), die durch die Taufe in einer ihrer Gemeinden entsteht, setzt die Bereitschaft voraus, Kirchensteuern zu zahlen, sobald  man über ein eigenes Einkommen verfügt.

Die Kirchensteuer beträgt 9 % der Einkommens- bzw. Lohnsteuer. Sie wird also zusätzlich zur Einkommenssteuer erhoben, beim Einreichen einer Jahreseinkommenssteuererklärung aber als notwendige Ausgabe angerechnet, so dass man in der Regel wieder etwas von der eingezahlten Summe zurückbekommt.

Die Taufe setzt also die Bereitschaft voraus, auch die finanziellen Kosten,die durch das Miteinander vieler Menschen zwangsläufig entstehen, mitzutragen.

Unabhängig von dieser deutschen staatlichen Ordnung, die den Kirchen durch Bismark Ende des 18. Jahrhunderts gesetzt wurde, die also geschichtlich bedingt ist, ist
die Taufe ein unbezahlbarer und nicht widerrufbarer Fakt in einem Menschenleben:

  • Ich stelle mein Leben unter Gottes Schutz.

  • Ich erkenne Gott, als den dreieinigen Gott an,
    als Vater, Sohn und Heiligen Geist.

  • Ich darf wissen, dass mein Name nun fortan im "Buch des Lebens" steht, das mir das ewige Leben von Gott geschenkt ist und jetzt schon beginnt. Der Tod hat damit keine Macht mehr über mein Leben. Er ist eine Tür, durch die ich einst hindurchgehen werde, wenn Gott mich ruft.

  • Ich verspreche mit der Taufe, mich fortan zu bemühen, im Sinne Jesu zu leben.

  • Ich bitte Gott um Vergebung für all das, womit ich mein Leben bisher belastet habe und lasse mir diese Last von Jesus abnehmen.

  • Ich weiß, dass ich fortan durch Jesus zur großen weltweiten Familie der Kinder Gottes gehöre.
    In jedem Land der Erde werde ich Schwestern und Brüder in seinem Namen finden. Ich werde mich bemühen, die Gemeinschaft mit ihnen zu pflegen.
Wenn ich in ein anderes Land ziehe, sei es ein anderes Bundesland oder ins Ausland, werde ich auch dort zur evangelischen Kirche gehören.

Bei Wohnungswechsel innerhalb Deutschlands werden meine Daten durch die staatlichen Meldestellen an die jeweilige Kirchengemeinde weitergeleitet.

Eine extra Um- bzw. Anmeldung bei meiner Kirchengemeinde ist also nicht erforderlich, wenn ich merke, dass ich von meiner neuen Gemeinde Post erhalte. Falls dies nicht geschieht, könnte ein Datenverlust aufgetreten sein. Bitte fragen Sie dann bei uns im Gemeindebüro nach (Tel.: 030-93 25 035).





Die Taufe von Kindern

setzt die Taufe und Mitgliedschaft von mindestem einem Elternteil in der evangelischen Kirche voraus.

Größere Kinder, die sich später an dieses Ereignis noch erinnern können, werden auf die Taufe durch unsere Katechetin und die Teilnahme an der Christenlehre sowie Gespräche mit dem oder der Taufenden darauf vorbereitet.

Für die Kinder ist es wichtig, dass sie neben ihren Eltern auch noch Paten haben, die sich um sie kümmern, ihnen den christlichen Glauben vorleben und die Gemeinde nahebringen. Pate zu sein, ist ein Amt, das die Gemeinde im Taufgottesdienst offiziell verleiht. Darum muss der Pate oder die Patin Mitglied einer christlichen Kirche sein. Wohnt der Pate oder die Patin außerhalb der Kirchengemeinde, dann benötigt er oder sie eine "Patenbescheinigung". Diese stellt die Wohnsitzgemeinde aus, die damit meine Kirchenmitgliedschaft bestätigt und erklärt, dass ich berechtigt bin, das Patenamt auszuüben.

Nicht selten wünschen Freunde oder Angehörige für ein Kind Pate zu sein, die keiner christlichen Kirche angehören. Sie sind dann eingeladen, am Taufgottesdienst teilzunehmen und Taufzeugen zu werden.





Wiedereintritt in die evangelische Kirche

Wer als Getaufter aus der Kirche ausgetreten ist, hat die Möglichkeit mittels eines Antrags an den Gemeindekirchenrat seiner Wohnsitzgemeinde wieder in die Kirche einzutreten.

Ein Seelsorger wird ein Gespräch mit dem Antragsteller führen, ihn beraten und dann den Antrag im Gemeindekirchenrat befürworten. Durch die Teilnahme am Heiligen Abendmahl im Gottesdienst wird der Wiedereintritt dann vollzogen.
 
Außerdem gibt es Wiedereintrittsstellen der Landeskirche, in denen ebenfalls ein Wiedereintritt möglich ist.
(siehe dazu: www.ekbo.de)





Umgemeindung aus einer anderen evangelischen Gemeinde

Wer durch persönliche Kontakte lieber in unserer Gemeinde statt in seiner Wohnsitzgemeinde Mitglied sein möchte, muss einen Umgemeindungsantrag an unseren Gemeindekirchenrat stellen. Seine Wohnsitzgemeinde wird dann von uns über seinen Wechsel informiert. Umgekehrt gibt es diese Möglichkeit natürlich auch für unsere Gemeindeglieder, die lieber einer anderen Gemeinde angehören möchten. Sie werden dann dort einen Antrag auf Umgemeindung stellen.





Übertritt aus einer anderen christlichen Kirche, die dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg angehört (s. www.oerbb.de)

Wer aus einer anderen Konfession zu unserer Gemeinde, also in die evangelische Konfession, wechseln möchte, kann einen Antrag auf Übertritt an unseren Gemeindekirchenrat stellen. Es folgt ein Gspräch, in dem die Art und Weise des Übertritts geklärt wird. In der Regel sind mehrere Gespräche dafür erforderlich.

Übertritte sind natürlich auch in umgekehrter Richtung möglich. In einigen Konfessionen wird dann eine Wiederholung der Taufe verlangt.





Unterstützung unserer Arbeit durch Mitgliedschaft in unserem Förderverein "ZusammenLEBEN" e.V.

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, aber sich zu einer Kirchenmitgliedschaft nicht entschließen kann, ist eingeladen dies über unseren Förderverein zu tun.
(s. unter Netzwerk: www.zusammenleben-berlin.de).